Written by vikihess
Attractions, Culture
Jan 20, 2012

Heute frueh ist unser Besuch aus Berlin angekommen. Zusammen mit Lan hatte ich mich schon zu nachtschlafender Zeit auf den Weg gemacht, um meine Mutti und meinen Stiefvater vom Flughafen Nội Bài abzuholen. Da wir ja zu viert schlecht mit meiner Honda fahren konnten, hatte ich mir extra dafuer ein Auto von Bekannten ausgeborgt. In den naechsten zwei Wochen werde ich mich dann also im Blog etwas rar machen und nicht jeden Tag einen Eintrag schreiben. Schliesslich muss ich ja meinen Besuch auch ein bischen betreuen. Wir werden bestimmt auch oefter in der Umgebung von Hanoi unterwegs sein.

Ansonsten laufen die Vorbereitungen fuer das Neujahrsfest auf Hochtouren. Am Montag tritt der Haus- und Kuechengeist Ông Táo seine jaehrliche Reise in den Himmel an, um dem Jadekaiser Bericht zu erstatten. Aus diesem Anlass sind wir bei der Familie von Phượng und Thảo zu einem Festessen eingeladen. Um Ông Táo milde zu stimmen und seinen Bericht guenstig zu beeinflussen, werden ihm natuerlich wieder viele Opfergaben in Form von leckeren Speisen mitgegeben. Den notwenigen Hausputz vor seiner Abreise haben Lan und ich bereits erledigt. Um das Haus in der Abwesenheit von Ông Táo, die genau eine Woche dauern wird, vor boesen Geistern zu schuetzen, werden wir noch in allen Zimmern Straeusse mit Pfirsichblueten aufgestellen und traditionelle Neujahrsbilder aufgehaengen.

Auch in der Woche vor dem Neujahrstag gibt es jede Menge zu tun. In diesen Tagen sind die Maerkte und Geschaefte voll von Menschen, die Speisen und Getraenke, Kleidung und den Neujahrsschmuck fuer das Heim kaufen. Die Klebreiskuchen (Bánh Chưng), ohne die das Neujahrsfest undenkbar ist, werden gekauft oder selbst hergestellt. Und nicht zuletzt muessen auch die beruehmten roten Umschlaege mit dem Lì Xì, dem Gluecksgeld, vorbereitet werden. Auch die Kalligraphen haben wieder viel zu tun.


Am Vorabend des neuen Jahres werden dann die Ahnen symbolisch eingeladen, das Fest im Kreise der Familie zu verbringen. Deshalb kommen auf den Ahnenaltar ganz besondere Koestlichkeiten als Opfergaben. Bei uns werden das verschiede Obstsorten, Klebreiskuchen, ein gekochtes Huhn, leckere Schokolade und andere Suessigkeiten sowie eine Flasche guter Reisschnaps sein. Neben Blumen finden auch noch jede Menge falsche Dollarscheine (sogenanntes Hoellengeld) und Goldbarren Platz auf dem Ahnenaltar. Diese werden nach der Zeremonie verbrannt und sollen den Ahnen im Jenseits ein sorgenfreies Leben ermoeglichen.
Das Jahr des Drachen beginnt dann am 23. Januar. Begruesst wird es, wie jedes neue Jahr, genau um Mitternacht mit einem grossen Feuerwerk.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions
Jan 18, 2012

Mein kleines Projekt fuer Strassenkinder nimmt langsam immer mehr Gestalt an. In der kommenden Woche werde ich mein Bankschliessfach um 100 Tael Gold erleichtern, um damit ein Stueck Land zu bezahlen. Auf diesem Grundstueck soll das Projekt dann entstehen. Unmittelbar nach dem Neujahrsfest, sobald mein Besuch aus Berlin wieder die Heimreise angetreten hat, werde ich mich um die erforderlichen Baugenehmigungen kuemmern.


Ich habe mich nun doch entschlossen, etwas naeher an Hanoi zu bleiben und nicht wie ursprueglich angedacht, nach Kim Bôi zu gehen. Lương Sơn liegt etwa 40 Kilometer suedwestlich von Hanoi. Das Grundstueck befindet sich nicht zu weit entfernt von der Hauptstrasse von Hanoi nach Hòa Bình, aber trotzdem so versteckt, um nicht staendig von irgendwelchen Besuchern belaestigt zu werden. :p :p :p So ist man mit dem Auto in einer Stunde in der Stadt, falls es dort etwas zu erledigen gibt. Zur Not kann man auch mehrmals am Tag hin und her pendeln. Bis nach Kim Bôi waere es etwa doppelt so weit gewesen.

Der Distrikt Lương Sơn ist knapp 370 Quadratkilomter gross. Von den rund 100.000 Einwohnern gehoeren 60 Prozent der Minderheit der Mường an. 30 Prozent sind Kinh (Vietnamesen) und die restlichen 10 Prozent verteilen sich auf Dao und einige kleine Ethnien. In der Gemeinde, zu der mein Grundstueck gehoert, befinden sich sowohl eine Grund- als auch eine Mittelschule. Damit ist eine wichtige Voraussetzung fuer die Aufnahme der Kinder erfuellt.


Ich hoffe, dass die Arbeiten noch in diesem Fruehjahr beginnen koennen. Es geht ja nicht nur um den Hausbau. Auch ein Brunnen muss gebohrt und eine Stromleitung gelegt werden. Mein Plan ist es, dort dann 4-6, spaeter vielleicht bis zu 8 Strassenkinder aufzunehmen. Vorzugsweise Maedchen, denn die haben es immer besonders schwer. Es wird also nur ein kleines Projekt entsprechend meinen Moeglichkeiten werden. Ob meine, vielleicht sehr naive Idee, durch Anbau von Gemuese und Kraeutern sowie eventuell ein bischen Viehzucht das Projekt nach einer laengeren Anlaufphase finanziell auf eigene Beine zu stellen, realistisch ist, wird sich im Laufe der Jahre zeigen. Viel wichtiger ist fuer mich, wenigstens einigen Kindern den Schulbesuch zu ermoeglichen und ihnen eine Perspektive fuer ihr Leben zu bieten.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Culture
Jan 14, 2012

Langsam wird es Zeit, ein bischen Neujahrsstimmung zu verbreiten. Heute in zwei Wochen uebernimmt der Drachen das Regiment von der Katze. Er wird die Geschicke des Jahres 2012 wesentlich bestimmen, bevor er am 10. Februar 2013 von der Schlange abgeloest wird. Die Feiertage liegen in diesem Jahr unwahrscheinlich guenstig. Der Neujahrstag ist ein Montag. Zusaetzlich zu den drei gesetzlichen Feiertagen vom 23. bis 25. Januar hat die Regierung allen Beamten und Angestellten in staatlichen Einrichtungen und Betrieben noch zwei weitere arbeitsfreie Tage spendiert. Das ergibt dann vom 21. bis zum 29. Januar insgesamt neun freie Tage. Behoerdengaenge kann man sich in dieser Zeit also sparen.

Blumen spielen zum Neujahrsfest immer eine ganz besondere Rolle. Alle Haeuser und Wohnungen werden damit festlich geschmueckt. Beruehmt fuer ihre Bluetenpracht sind die Blumen und Baeume aus dem Dorf Nhật Tân, das je eigentlich gar kein Dorf mehr ist, sondern zum Stadtbezirk Tây Hồ gehoert. Als Nhật Tân im Jahre 1831 zwischen Westsee und Rotem Fluss gegruendet wurde, lag es aber noch weit vor den Toren Hanois.

Viele Arten von Blumen bluehen zur Zeit in Nhật Tân. Am wichtigsten sind dabei natuerlich die Pfirsichblueten, die den Fruehling symbolisieren. Bevor sie ab Ende der Woche verkauft werden, zieht es schon viele Einwohner Hanois in die Gartenanlagen des Dorfes. Die Fotos geben einen kleinen Eindruck von der Bluetenpracht.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
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Jan 6, 2012

Das Jahr 2012 ist auch in Vietnam puenktlich angekommen. Da der 1. Januar auf einen Sonntag fiel, war fuer die meisten Menschen auch der gestrige Montag noch arbeits- bzw. schulfrei. Die drei freien Tage nutzen viele Hanoier fuer den Besuch von Verwandten auf dem Lande oder fuer eine kleine Reise. Dementsprechend gab es gestern am Nachmittag und am fruehen Abend, als die meisten in die Stadt zurueckkehrten, wieder einmal ein riesiges Verkehrschaos.

Das fuer uns viel wichtigere Neujahrsfest ist aber natuerlich Tết Nguyên Đán, dessen Termin nach dem Mondkalender berechnet wird. In diesem Jahr ist das Fest sehr frueh. Bereits in der Nacht vom 22. zum 23. Januar verabschiedet sich die Katze und macht dem Drachen Platz. Die Vorberungen beginnen schon jetzt. Die Vorfreude auf das wichtigste Fest des Jahres wird auch von den nun schon seit mehreren Wochen anhaltenden sehr kuehlen Temperaturen nicht getruebt. Fuer mich wird es aus zwei Gruenden ein ganz besonderes Neujahrsfest werden. Zum ersten Mal feiere ich es in meiner eigenen Wohnung und bin selbst verantwortlich fuer die Einhaltung der oft komplizierten Rituale. Ausserdem bekommen wir eine Woche vor dem Neujahrstag ganz lieben Besuch aus Berlin, weshalb Lan und ich uns ganz besonders darauf freuen.

Drachen gelten im asiatischen Raum als goettlich und glueckbringend, nicht als gefaehrlich und boese wie im westlichen Kulturkreis. Auch in Vietnam gehoeren die maechtigen Geschoepfe zu den wichtigsten und haeufigsten Symbolen. Als einstiges Sinnbild fuer Staerke und Macht der Dynastie schmuecken sie den Koenigsthron und alle Gebaeude der einstigen Koenigsstaedte, die allein dem Herrscher vorbehalten waren. Im mittelalterlichen Vietnam taetowierten sich die Koenige den Drachen als ihr Totem auf die Oberschenkel. Bis 1945 blieb der Drache das Machtsymbol der vietnamesischen Koenige.

Das Drachenmotiv ist bis in die Gegenwart im religioesen und Alltagsleben der Vietnamesen allgegenwaertig. Drachen schmuecken Schreine und Pagoden. Das mythische Tier findet sich auch in vietnamesischen Namen. Zum Beispiel Thăng Long (Aufsteigender Drache – der alte Name von Hanoi), Vịnh Hạ Long (Bucht des Untertauchenden oder Herabsteigenden Drachen) und Sông Cửu Long (Neun Drachen Fluss – die vietnamesiche Bezeichnung fuer den Mekong). Als Symbol fuer Wasser und Fruchtbarkeit wird der Drache mit dem Fruehling, dem Aufbluehen und dem Sonnenaufgang in Verbindung gebracht. Noch heute werden bei anhaltender Trockenheit in laendlichen Gebieten Drachentaenze aufgefuehrt, die den lang ersehnten Regen herbeirufen sollen. Drachentaenze gibt es auch zu Festen und Feiertagen, in Tempeln, Pagoden und auf der Strasse. Besonders zum Neujahrsfest Tết Nguyên Đán werden ueberall im Land Drachentaenze aufgefuehrt. Das letzt Bild zeigt die Geschichte Vietnams von den Anfaengen bis zur Gegenwart, dargestellt auf dem Koerper eines Drachens.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Travel
Jan 5, 2012

Solche Bilder bringt man wahrscheinlich nicht unbedingt mit Vietnam in Zusammenhang. Es gibt sie aber seit einigen Jahren ziemlich regelmaessig. Im Mẫu Sơn-Gebirge in der Provinz Lạng Sơn im Nordosten Vietnams fiel die Temperatur heute frueh auf 2 Grad unter Null. Durch den Frost, verbunden mit eiskaltem Wind und Nieselregen, bildete sich eine Eisschicht und verwandelte die Gegend in ein Winter-Wunderland. So etwas ist fuer viele Vietnamesen, die Schnee und Eis meist nur von Fotos und aus dem Fernsehen kennen, immer eine besondere Attraktion.

Das Gebirge hat eine durchschnittliche Hoehe von 800 bis 1.000 Meter ueber dem Meeresspiegel. Der hoechste Berg ist der Phia Po mit 1.541 Metern. Die Region liegt etwa 30 Kilometer oestlich der Provinzhauptstadt unmittelbar an der Grenze zu China. Dort leben ueberwiegend Angehoerige der Nationalen Minderheiten der Dao, Nùng und Tày.

Nicht nur im Bergland ist es zur Zeit sehr kalt, auch in Hanoi und im gesamten Delta des Roten Flusses. Als ich Lan heute frueh zur Schule gefahren habe, waren gerade einmal 8 Grad. Im Laufe des Tages hat sich das Thermometer bis auf 11 Grad hinaufgequaelt. Aber wenigstens hat der Nieselregen, der gestern fast den ganzen Tag anhielt, heute aufgehoert. Zum Wochenende hin soll es auch wieder etwas waermer werden.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Culture
Dec 7, 2011

The restaurant Quán Ăn Ngon is located in an old french colonial building in Phan Bội Châu Street, No. 18 in the Hoàn Kiếm district, not far away from our old home. You can always meet very mixed people there. Because of its interesting concept and delicious cuisine, it is equally popular for locals and tourists. In Quán Ăn Ngon you can do a culinary journey through the country. On the extensive menu you can find traditional dishes from almost all regions of Vietnam.




You can enjoy the food in the cultivated areas of the villa or outdoors on the patio with lantern light. Around the courtyard there are a lot of small stalls where the food is cooked like in a street kitchen. The style matches a cookshop with a huge selection, where you can watch the cooks. Everything is prepared fresh. The prices are higher than on a normal street kitchen. But I think the price-performance ratio is ok for this ambiance. The appetizers costs between 100000-300000 VNĐ (3-10 €). In spite of the incredibly large selection everything tastes delicious. For me, the Quán Ăn Ngon is one of the best restaurants in Hanoi. It is opened daily from 7:30 am to 10 pm. At noon and evening it is often very crowded.
Best wishes,
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Culture, Travel
Dec 2, 2011

Was ware Hanoi ohne die unzaehligen Garkuechen und Essenstaende, die an fast jeder Strassenecke auf hungrige Kunden warten, oder die kleinen und preiswerten Restaurants, in denen man bei der Zubereitung der Speisen zusehen kann. Oft sehen einfache Restaurants nicht gerade sehr einladend aus. Wesentlich ist jedoch nicht so sehr das Aeussere, sondern die Qualitaet des Essens. Und die ist in Strassenrestaurants oft besser als in manch namhaften Essentempel. Vor allem bei Strassenstaenden, die von Einheimischen stark frequentiert werden, hat man in der Regel die Gewissheit, frisch zubereitete Speisen zu bekommen. Sie bieten zwar nur wenige Gerichte an, aber die wurden ueber die Jahre hinweg stetig verfeinert. Oft ist nur Platz fuer wenige Kunden, die sich auf Hockern um einen Tisch draengen. Aber es spricht auch fuer Touristen nichts dagegen, eine kulinarische Entdeckungsreise zu unternehmen. Alles, was gekocht oder gebraten ist, kann man auch bedenkenlos essen.




Essen ist in Vietnam weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Wenn irgend moeglich, isst man nicht alleine, sondern in Gesellschaft von Freunden und Bekannten. Tagsueber tauscht man bei einer Nudelsuppe oder einem Teller Reis an einem Strassenstand den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Abends trifft man sich oft mit Freunden und Familie zu einem mehrgaengigen Dinner, das stets auch als geselliges Beisammensein genossen wird. Dabei kommt es regelmaessig zu einem eher scherzhaft gemeinten Streit, wer denn zum Schluss die Rechnung bezahlt. Ein getrenntes Bezahlen, wie ich es oft in Deutschland erlebt habe, gibt es hier in der Regel nicht. Jeder erklaert, zumindest mit Worten, seine Bereitschaft, die Rechnung zu uebernehmen. Doch Zahlen wird am Ende fast immer derjenige mit der dicksten Brieftasche.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Culture, Travel
Nov 25, 2011

Das Restaurant Quán Ăn Ngon befindet sich in einem alten franzoesischen Kolonialgebaeude in der Phan Bội Châu-Strasse Nr. 18 im Stadtbezirk Hoàn Kiếm, gar nicht weit von unserem alten Zuhause entfernt. Man trifft dort immer ein sehr gemischtes Publikum an. Wegen seines interessanten Konzeptes und der leckeren Kueche ist es bei Einheimischen wie Touristen gleichermassen beliebt. Im Quán Ăn Ngon kann man naemlich eine kulinarische Reise durch das ganze Land unternehmen. Auf der unfangreichen Speisekarte stehen traditionelle Gerichte aus fast allen Regionen Vietnams.




Das Essen kann man entweder in den gepflegten Raeumen der Villa oder im Freien im Innenhof bei Lampionlicht geniessen. Rund um den Innenhof sind jede Menge kleine Staende aufgebaut, an denen das Essen wie in einer Strassenkueche zubereitet wird. Der Stil entspricht also etwa einer Garkueche mit riesiger Auswahl, wo man den Koechen zusehen kann. Alles wird frisch zubereitet. Die Preise sind natuerlich hoeher als an einer normalen Strassenkueche. Aber das Preis-Leistungsverhaeltnis finde ich durchaus in Ordnung fuer dieses Ambiente. Die Hauptgerichte kosten zwischen 100.000 und 300.000 VNĐ (3-10 Euro). Trotz der unwahrscheinlich grossen Auswahl schmeckt alles sehr lecker. Fuer mich gehoert das Quán Ăn Ngon zu den besten Restaurants in Hanoi. Geoeffnet ist taeglich von 7:30 Uhr bis 22 Uhr. Gegen Mittag und am Abend ist es oft sehr voll.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Travel
Nov 11, 2011

Gut 100 Kilometer suedlich von Hanoi, ganz im Sueden der Provinz Hòa Bình und nicht allzuweit von der beruehmten Parfuempagode (Chùa Hương) entfernt, befindet sich eine Sehenswuerdigkeit, die in keinem gedruckten Reisefuehrer erwaehnt wird. Der Komplex von Đầm Đa gehoert zu der Gemeinde Phú Lão im Distrikt Lạc Thủy und liegt inmitten einer wunderschoenen Karstlandschaft im Siedlungsgebiet der Nationalen Minderheit der Mường. Er besteht aus in die Berge gebauten Tempeln und Pagoden sowie etwa 20 Tropfsteinhoehlen. In einigen der Hoehlen fanden sich Relikte der mehr als 10.000 Jahre alten Hòa-Bình-Kultur, die in grossen Teilen Suedostasien verbreitet war.


Die Tempel und Pagoden stehen eng mit legendaeren Figuren der vietnamesischen Geschichte in Zusammenhang. Verehrt werden z.B. die Urmutter aller Vietnamesen Âu Cơ und der Urvater Lạc Long Quân. Besonders viele Pilger und Besucher sind im Trình-Tempel, im Mẫu-Tempel und in der Tiên-Pagode anzutreffen. Die chùa Tiên gehoert zum Nationalen Kulturerbe Vietnams.


Besonders beeindruckend aber ist der Besuch der verschiedenen Hoehlen. Der Eintritt kostet nur 10.000 VNĐ (30 Cent). Die meisten der Hoehlen sind nur nach einem recht muehsamen Aufstieg zu erreichen, so dass man sicher an einem Tag nicht alle sehen kann. Doch der Besuch der schoensten und groessten Hoehlen động Ông Hoàng Bảy, động Cô Chín, động Suối Vàng Suối Bạc, động Ông Hoàng Mười, động Cung Tiên, động Ông Hoàng Bơ und động Chùa Tiên lohnt die Strapazen allemal.


In jeder Hoehle wird man von neuem von der Formen der riesigen, jahrtausendealten Stalagmiten und Stalaktiten ueberrascht. Jede Hoehle ist ein Meisterwerk der Natur aber auch ein kleines Abenteuer. Mit ein wenig Fantasie kann man sich in eine ganz andere Welt versetzen. Taucht man dann wieder auf aus dem Reich der Fantasie und hat auch den Ausblick auf die Landschaft mit ihren Huegeln, Seen und kleinen Doerfern zur Genuege genossen, steht einem leckeren Essen bei den gastfreundlichen Mường in Phú Lão nichts mehr im Wege.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by vikihess
Attractions, Culture, Travel
Nov 4, 2011

Seit einigen Jahren wird am Wochenende ein Teil der Altstadt von Hanoi abends zur Fussgaengerzone. Jeden Freitag, Sonnabend und Sonntag findet ab 18:30 Uhr zwischen Hàng Đào und Chợ Đồng Xuân ein Nachtmarkt statt. Das Warenangebot ist breit gefaechert, angefangen von Kleidung und Schuhen ueber Modeaccessoires und Haushaltsgegenstaende bis zu Souvenirs aller Art. Der Uebergang von hochwertiger Kunst bis hin zu ganz ueblem Kitsch ist dabei fliessend. Auf diesem Markt findet also jeder Reisende ein Mitbringsel fuer sich und bestimmt auch das passende Geschenk fuer die Lieben daheim. Handeln ist beim Kauf natuerlich Pflicht. Auch fuer das leibliche Wohl der Marktbesucher ist gesorgt.


Der Nachtmarkt ist die einzige Gelegenheit zu einem entspannten Altstadtbummel. Zu anderen Zeiten wird das Vergnuegen vom Strassenverkehr erheblich gestoert. Vielleicht sollten die Stadtoberen doch einmal ernsthaft darueber nachdenken, wenigstens einige Altstadtstrassen dauerhaft fuer Autos und Mopeds zu sperren, um das Viertel mit seinen vielen Geschaeften und kleinen Restaurants noch attraktiver zu machen.
Viele Gruesse
Cathrin




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