Written by Cathinka
Culture, Travel
Mar 2, 2012

Die meisten Strassen und Gassen der Altstadt von Hanoi sind nach den Waren benannt, die frueher dort verkauft wurden. Eine der wenigen Ausnahmen ist die Phố Lãn Ông. Namensgeber fuer diese Strasse war der Mediziner und Literat Hải Thượng Lãn Ông (1724-1791), dessen urspruenglicher Name Lê Hữu Trác lautete. Geboren in einer Akademikerfamilie in der heutigen Provinz Hưng Yên, verbrachte er den groessten Teil seines Lebens in der Heimat seiner Mutter, die heute in der Provinz Hà Tĩnh liegt. Lê Hữu Trác begann zunaechst eine Karriere in der Armee, verliess diese aber wieder um sich der Medizin zu widmen. Nach dem Studium der traditionellen chinesischen Medizin entwickelte er diese entsprechend den vietnamesischen Bedingungen weiter und verfasste unter dem Titel Y tôn tâm lĩnh ein 66baendiges Werk ueber alle Aspekte der Medizin.

In einem Abschnitt der Lãn Ông-Strasse geht es auch heute noch traditionell zu. Immer noch werden dort die traditionellen Heilkraeuter verkauft. Die Strasse hat sich in den vergangenen Jahren nicht so stark veraendert, wie die meisten anderen Strassen der Altstadt. In den Geschaeften findet man alle Arten von Heilkraeutern, die in Plastiktueten, Glaesern oder Vitrinen gelagert werden. Frueher wurden die Kraeuter mit grossen Messern zerkleinert, heute gibt es motorisierte Schneidemaschinen dafuer. Auch der Computer hat in die Geschaefte Einzug gehalten. Doch trotz moderner Geraete hat die Strasse mit ihren alten Haeusern und den typischen Dueften der Heilkraeuter ihr altes Erscheinungsbild beibehalten.


In der Strasse werden aber nicht nur Heilkraeuter verkauft. Dort praktizieren auch einige traditionelle Aerzte. Bei der Untersuchung werden vier Techniken benutzt. Das sind Sehen, Hoeren, Fragen und Fuehlen der Pulse des Patienten. Dadurch koennen die Aerzte die Krankheit bestimmen und dann die richtigen Heilkraeuter in der richtigen Zusammensetzung verschreiben. Auch Lan ist wegen ihrer immer noch sporadisch auftetenden Albtraeume und Depressionen bei einem dieser Aerzte in Behandlung.



In den Arztpraxen wird Hải Thượng Lãn Ông, der Namensgeber der Strasse, verehrt. Ueberall haengt sein Bild an der Wand, gleich neben den Schraenken mit hunderten von Schubladen, die allesamt mit Heilkraeutern gefuellt sind. Das Wissen der Aerzte wird immer an die naechste Generation weitergegeben, so dass immer mehr Erfahrungen innerhalb einer Familie zusammenkommen. Einige der Aerzte haben Medizin an einer Universitaet studiert, bevor sich sie der traditionellen Medizin verschrieben haben. Im stetig moderner werdenden Hanoi kann man in der Lãn Ông-Strasse noch ein Stueck alter vietnamesischer Traditionen erleben.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Culture, Travel
Feb 29, 2012

“Vietnam has gradually improved its quality for tourism and has won the hearts of many international visitors. Vietnam is an ideal destination for tourists and a safe country.” (Nguyễn Mạnh Cường, stellvertretender Direktor der Vietnam National Administration of Tourism)
Last year, 6.02 million foreign tourists visited Vietnam. This was an increase of 19 percent compared to the year 2010. The turnover of the tourism industry amounted to 6.2 billion dollars, correspond to about 5 percent of GDP. Optimistic forecasts for the year 2020 assume from 10 million visitors and a turnover of 33 billion dollars.
But unfortunately, the country seems to gamble away his newly gained reputation again. Complaints about rude people, fraud and rip has been around longer. Lately they heaped . Almost two years ago, I had reported about an extreme example of Hanoi: the tourist trap of Hồ Hoàn Kiếm
The conclusion of many visitors, with whom I see myself sometimes confronted in various travel forums is often: “Once Vietnam is enough, we do not come back.” This trend is confirmed by polls, after which the number of “repetition offender ” in Vietnam is much lower than for example in Thailand.

Especially among the taxi drivers seem to be many black sheep. Giant detours are driven to coin it vigorously afterwards. Sometimes there are required absolute fantasy prices. Restaurants, food stalls and peddlers are frequently criticized. However not only foreign tourists or foreigners living in Vietnam are affected by inflated prices, but also Vietnamese tourists who travel in their home country. Since then there can be paid twice for a bowl of noodle soup than the locals pay.
Many Vietnamese believe that foreign tourists are immensely rich and spend only a small part of their big taxing capital assets for a trip to Vietnam. It is virtually impossible to argue against. My objections that most of the people have to save for a year or often several years in order to be able to afford such a trip, and that I’ve earned my travel money earlier, when I was a schoolgirl, by filling shaves in the supermarket in the winter and Easter holidays, will not be taken to note. The mentality, to earn quickly lots of money with the tourists seems more and more rampant. But that the long-term a lot of damage can be done, most do not realize. Should this short-term thinking not change in foreseeable future, the tourists will eventually relocate to countries where they will receive friendly.
Best regards,
Cathrin
Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Culture, Travel
Feb 23, 2012

“Vietnam hat allmaehlich seine Qualitaet fuer den Tourismus verbessert und hat die Herzen vieler internationaler Besucher gewonnen. Vietnam ist ein ideales Ziel fuer Touristen und ein sicheres Land.” (Nguyễn Mạnh Cường, stellvertretender Direktor der Vietnam National Administration of Tourism)
Im vergangen Jahr besuchten 6,02 Millionen auslaendische Touristen Vietnam. Das war eine Steigerung von 19 Prozent gegenueber dem Jahr 2010. Der Umsatz der Tourismusindustrie belief sich auf 6,2 Milliarden Dollar, was rund 5 Prozent des BIP entsprach. Optimistische Prognosen gehen fuer das Jahr 2020 von 10 Millionen Besuchern und einem Umsatz von 33 Milliarden Dollar aus.
Doch leider scheint das Land dabei zu sein, sein gerade erworbenes Renommee wieder zu verspielen. Klagen ueber unfreundliche Menschen, Betrug und Abzocke gibt es schon laenger. In der letzten Zeit traten sie aber sehr gehaeuft auf. Vor knapp zwei Jahren hatte ich ueber ein extremes Beispiel aus Hanoi berichtet: Die Touristenfalle vom Hồ Hoàn Kiếm
Das Fazit vieler Besucher, mit dem ich mich dann auch manchmal in diversen Reiseforen konfrontiert sehe, lautet dann oft: “Einmal Vietnam reicht. Wir kommen nicht wieder.” Dieser Trend wird auch von Umfragen bestaetigt, nach denen die Zahl der “Wiederholungstaeter” in Vietnam wesentlich geringer ist als z.B. in Thailand.

Besonders unter den Taxifahrern scheint es viele Schwarze Schafe zu geben. Da werden Riesenumwege gefahren, um anschliessend kraeftig abzukassieren. Teilweise werden dann absolute Fantasiepreise verlangt. Auch Restaurants und Garkuechen sowie fliegende Haendler geraten immer oefter in die Kritik. Dabei sind von den ueberhoehten Preisen nicht nur auslaendische Touristen oder in Vietnam lebende Auslaender betroffen, sondern auch vietnamesische Touristen, die in ihrem Heimatland unterwegs sind. Da wird dann eben mal ganz schnell das Doppelte fuer eine Schuessel Nudelsuppe verlangt als der Einheimische bezahlt.
Viele Vietnamesen denken, dass auslaendische Touristen unermesslich reich sind und nur einen geringen Teil ihres grossen Vermoegens fuer eine Reise nach Vietnam ausgeben. Es ist so gut wie unmoeglich, dagegen zu argumentieren. Meine Einwaende, dass die meisten Menschen ein ganzes Jahr oder oft auch mehrere Jahre sparen muessen, um sich so eine Reise leisten zu koennen, und dass ich mir frueher als Schuelerin mein Reisegeld verdient habe, indem ich in den Winter- und Osterferien im Kaufland Regale aufgefuellt habe, werden nicht zu Kenntnis genommen. Die Mentalitaet, mit den Touristen ganz schnell viel Geld zu verdienen, scheint immer mehr um sich zu greifen. Dass aber damit langfristig viel Schaden angerichtet werden kann, ist den meisten nicht bewusst. Aendert sich dieses zu kurze Denken aber nicht in absehbarer Zeit, werden die Touristen irgendwann in Laender ausweichen, wo sie freundlicher empfangen werden.
Viele Gruesse
Cathrin
Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Culture, Travel
Feb 15, 2012

In der Naehe der kleinen Stadt Uông Bí in der Provinz Quảng Ninh im Nordosten Vietnams befindet sich, rund 125 Kilometer von Hanoi entfernt, der Berg Yên Tử, auf dessen Gipfel sich in einer Hoehe von 1.068 Metern ueber dem Meeresspiegel die Chùa Đồng (Đồng-Pagode) befindet. Yên Tử ist seit Jahrhunderten ein buddhistisches Zentrum Vietnams.


Der dritte Koenig der Trần Dynastie (1225-1400), Trần Nhân Tông (1258-1308) verzichtet im Jahre 1293 zugunsten seines Sohnes Trần Anh Tông (1276-1320) auf den Thron, liess sich am Yên Tử nieder und gruendete die buddhistische Sekte Trúc Lâm Yên Tử (Bambuswald-Schule). Er ordnete den Bau von Hunderten religioesen Bauten auf dem Berg an, die als Schule und spaeter fuer ein religioeses Leben dienten. Unter seinen Nachfolgern wurden 800 Pagoden, Schreine und Tuerme errichtet und Yên Tử als buddhistisches Zentrum etabliert.

Heute sind noch 11 Pagoden und Schreine sowie hunderte von Tuermen erhalten. Ein sechs Kilometer langer Pilgerweg fuehrt ueber mehrere Tausend Stufen unter dichtem Laub an einem kleinen Bach vorbei bis auf den Gipfel zur Chùa Đồng. Wenn das Wetter mitspielt, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung, bei ganz klarer Sicht bis zur Halong Bucht. Als Alternative faehrt auch eine Seilbahn bis in 450 Meter Hoehe zur Pagode Hoa Yên, so dass man nicht unbedingt den ganzen Weg zu Fuss laufen muss.


Fuer die vielen Pilger, die besonders zum Hội xuân Yên Tử (Yên Tử Fruehlingsfest), das am 10. Tag des neuen Mondjahres beginnt und bis in den Maerz hinein dauert, den Berg besteigen, ist es aber Ehrensache, den ganzen Weg zu Fuss zurueckzulegen. Ist der Gipfel des Berges in weisse Wolken gehuellt, fuehlt man sich nach dem Aufstieg wie am Tor des Himmels.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Culture, Travel
Jan 31, 2012

… ist nicht unbedingt eine Reise wert. Trotz des sehr kuehlen Schmuddelwetters, wie es zum Neujahrsfest nun einmal fast jedes Jahr vorkommt, haben wir aber bei der Verwandschaft von Phượng und Thảo ein paar schoene Tage verbracht. Das neue Haus ist fertig, so dass auch genug Platz fuer alle war. Immerhin sind wir ja am Mittwoch mit acht Personen dort eingeflogen, was im Dorf einen ziemlich grossen Menschenauflauf verursachte. Das alte Haus waere viel zu klein fuer uns alle gewesen.


Viel zu sehen gibt es zu dieser Jahreszeit auf dem Lande aber nicht. Das Leben steht nicht still, aber im Prinzip warten alle darauf, dass es waermer wird und der Reis gepflanzt werden kann. Es kann aber noch ein paar Wochen dauern, bis es soweit ist. In den Gaerten und auf den Feldern gibt es nicht viel zu tun. Lediglich ein bischen Gemuese muss gepflegt und geerntet werden.

Umso intensiver kann man sich den Feierlichkeiten zum Neujahrsfest widmen, die auf dem Dorf meist nach strengeren Ritualen ablaufen als bei uns in der Stadt. Die alten Traditionen werden hier noch genauestens eingehalten. Einen grossen Teil unserer Zeit haben wir mit Essen verbracht, da jeder unbedingt den Besuch aus dem fernen Berlin zu sich nach Hause einladen wollte.
Auch am Strand von Đồng Châu, der nur 10 Kilometer vom Dorf entfernt liegt, sah es jahreszeitbedingt ziemlich trostlos aus. Wegen des ziemlich kalten Windes habe ich diesmal sogar auf ein Bad im Meer verzichtet, auch wenn mir das ziemlich schwer gefallen ist. Seit heute Nachmittag sind wir nun wieder zurueck in Hanoi. Fuer Lan faengt uebermorgen schon wieder die Schule an. Unser Besuch aus Berlin fliegt am Donnerstag nach Hause. Dann beginnt auch fuer mich wieder der Alltag.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Travel
Jan 5, 2012

Solche Bilder bringt man wahrscheinlich nicht unbedingt mit Vietnam in Zusammenhang. Es gibt sie aber seit einigen Jahren ziemlich regelmaessig. Im Mẫu Sơn-Gebirge in der Provinz Lạng Sơn im Nordosten Vietnams fiel die Temperatur heute frueh auf 2 Grad unter Null. Durch den Frost, verbunden mit eiskaltem Wind und Nieselregen, bildete sich eine Eisschicht und verwandelte die Gegend in ein Winter-Wunderland. So etwas ist fuer viele Vietnamesen, die Schnee und Eis meist nur von Fotos und aus dem Fernsehen kennen, immer eine besondere Attraktion.

Das Gebirge hat eine durchschnittliche Hoehe von 800 bis 1.000 Meter ueber dem Meeresspiegel. Der hoechste Berg ist der Phia Po mit 1.541 Metern. Die Region liegt etwa 30 Kilometer oestlich der Provinzhauptstadt unmittelbar an der Grenze zu China. Dort leben ueberwiegend Angehoerige der Nationalen Minderheiten der Dao, Nùng und Tày.

Nicht nur im Bergland ist es zur Zeit sehr kalt, auch in Hanoi und im gesamten Delta des Roten Flusses. Als ich Lan heute frueh zur Schule gefahren habe, waren gerade einmal 8 Grad. Im Laufe des Tages hat sich das Thermometer bis auf 11 Grad hinaufgequaelt. Aber wenigstens hat der Nieselregen, der gestern fast den ganzen Tag anhielt, heute aufgehoert. Zum Wochenende hin soll es auch wieder etwas waermer werden.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Culture, Travel
Dec 2, 2011

Was ware Hanoi ohne die unzaehligen Garkuechen und Essenstaende, die an fast jeder Strassenecke auf hungrige Kunden warten, oder die kleinen und preiswerten Restaurants, in denen man bei der Zubereitung der Speisen zusehen kann. Oft sehen einfache Restaurants nicht gerade sehr einladend aus. Wesentlich ist jedoch nicht so sehr das Aeussere, sondern die Qualitaet des Essens. Und die ist in Strassenrestaurants oft besser als in manch namhaften Essentempel. Vor allem bei Strassenstaenden, die von Einheimischen stark frequentiert werden, hat man in der Regel die Gewissheit, frisch zubereitete Speisen zu bekommen. Sie bieten zwar nur wenige Gerichte an, aber die wurden ueber die Jahre hinweg stetig verfeinert. Oft ist nur Platz fuer wenige Kunden, die sich auf Hockern um einen Tisch draengen. Aber es spricht auch fuer Touristen nichts dagegen, eine kulinarische Entdeckungsreise zu unternehmen. Alles, was gekocht oder gebraten ist, kann man auch bedenkenlos essen.




Essen ist in Vietnam weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Wenn irgend moeglich, isst man nicht alleine, sondern in Gesellschaft von Freunden und Bekannten. Tagsueber tauscht man bei einer Nudelsuppe oder einem Teller Reis an einem Strassenstand den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Abends trifft man sich oft mit Freunden und Familie zu einem mehrgaengigen Dinner, das stets auch als geselliges Beisammensein genossen wird. Dabei kommt es regelmaessig zu einem eher scherzhaft gemeinten Streit, wer denn zum Schluss die Rechnung bezahlt. Ein getrenntes Bezahlen, wie ich es oft in Deutschland erlebt habe, gibt es hier in der Regel nicht. Jeder erklaert, zumindest mit Worten, seine Bereitschaft, die Rechnung zu uebernehmen. Doch Zahlen wird am Ende fast immer derjenige mit der dicksten Brieftasche.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Culture, Travel
Nov 25, 2011

Das Restaurant Quán Ăn Ngon befindet sich in einem alten franzoesischen Kolonialgebaeude in der Phan Bội Châu-Strasse Nr. 18 im Stadtbezirk Hoàn Kiếm, gar nicht weit von unserem alten Zuhause entfernt. Man trifft dort immer ein sehr gemischtes Publikum an. Wegen seines interessanten Konzeptes und der leckeren Kueche ist es bei Einheimischen wie Touristen gleichermassen beliebt. Im Quán Ăn Ngon kann man naemlich eine kulinarische Reise durch das ganze Land unternehmen. Auf der unfangreichen Speisekarte stehen traditionelle Gerichte aus fast allen Regionen Vietnams.




Das Essen kann man entweder in den gepflegten Raeumen der Villa oder im Freien im Innenhof bei Lampionlicht geniessen. Rund um den Innenhof sind jede Menge kleine Staende aufgebaut, an denen das Essen wie in einer Strassenkueche zubereitet wird. Der Stil entspricht also etwa einer Garkueche mit riesiger Auswahl, wo man den Koechen zusehen kann. Alles wird frisch zubereitet. Die Preise sind natuerlich hoeher als an einer normalen Strassenkueche. Aber das Preis-Leistungsverhaeltnis finde ich durchaus in Ordnung fuer dieses Ambiente. Die Hauptgerichte kosten zwischen 100.000 und 300.000 VNĐ (3-10 Euro). Trotz der unwahrscheinlich grossen Auswahl schmeckt alles sehr lecker. Fuer mich gehoert das Quán Ăn Ngon zu den besten Restaurants in Hanoi. Geoeffnet ist taeglich von 7:30 Uhr bis 22 Uhr. Gegen Mittag und am Abend ist es oft sehr voll.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Travel
Nov 11, 2011

Gut 100 Kilometer suedlich von Hanoi, ganz im Sueden der Provinz Hòa Bình und nicht allzuweit von der beruehmten Parfuempagode (Chùa Hương) entfernt, befindet sich eine Sehenswuerdigkeit, die in keinem gedruckten Reisefuehrer erwaehnt wird. Der Komplex von Đầm Đa gehoert zu der Gemeinde Phú Lão im Distrikt Lạc Thủy und liegt inmitten einer wunderschoenen Karstlandschaft im Siedlungsgebiet der Nationalen Minderheit der Mường. Er besteht aus in die Berge gebauten Tempeln und Pagoden sowie etwa 20 Tropfsteinhoehlen. In einigen der Hoehlen fanden sich Relikte der mehr als 10.000 Jahre alten Hòa-Bình-Kultur, die in grossen Teilen Suedostasien verbreitet war.


Die Tempel und Pagoden stehen eng mit legendaeren Figuren der vietnamesischen Geschichte in Zusammenhang. Verehrt werden z.B. die Urmutter aller Vietnamesen Âu Cơ und der Urvater Lạc Long Quân. Besonders viele Pilger und Besucher sind im Trình-Tempel, im Mẫu-Tempel und in der Tiên-Pagode anzutreffen. Die chùa Tiên gehoert zum Nationalen Kulturerbe Vietnams.


Besonders beeindruckend aber ist der Besuch der verschiedenen Hoehlen. Der Eintritt kostet nur 10.000 VNĐ (30 Cent). Die meisten der Hoehlen sind nur nach einem recht muehsamen Aufstieg zu erreichen, so dass man sicher an einem Tag nicht alle sehen kann. Doch der Besuch der schoensten und groessten Hoehlen động Ông Hoàng Bảy, động Cô Chín, động Suối Vàng Suối Bạc, động Ông Hoàng Mười, động Cung Tiên, động Ông Hoàng Bơ und động Chùa Tiên lohnt die Strapazen allemal.


In jeder Hoehle wird man von neuem von der Formen der riesigen, jahrtausendealten Stalagmiten und Stalaktiten ueberrascht. Jede Hoehle ist ein Meisterwerk der Natur aber auch ein kleines Abenteuer. Mit ein wenig Fantasie kann man sich in eine ganz andere Welt versetzen. Taucht man dann wieder auf aus dem Reich der Fantasie und hat auch den Ausblick auf die Landschaft mit ihren Huegeln, Seen und kleinen Doerfern zur Genuege genossen, steht einem leckeren Essen bei den gastfreundlichen Mường in Phú Lão nichts mehr im Wege.
Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne
Written by Cathinka
Attractions, Culture, Travel
Nov 4, 2011

Seit einigen Jahren wird am Wochenende ein Teil der Altstadt von Hanoi abends zur Fussgaengerzone. Jeden Freitag, Sonnabend und Sonntag findet ab 18:30 Uhr zwischen Hàng Đào und Chợ Đồng Xuân ein Nachtmarkt statt. Das Warenangebot ist breit gefaechert, angefangen von Kleidung und Schuhen ueber Modeaccessoires und Haushaltsgegenstaende bis zu Souvenirs aller Art. Der Uebergang von hochwertiger Kunst bis hin zu ganz ueblem Kitsch ist dabei fliessend. Auf diesem Markt findet also jeder Reisende ein Mitbringsel fuer sich und bestimmt auch das passende Geschenk fuer die Lieben daheim. Handeln ist beim Kauf natuerlich Pflicht. Auch fuer das leibliche Wohl der Marktbesucher ist gesorgt.


Der Nachtmarkt ist die einzige Gelegenheit zu einem entspannten Altstadtbummel. Zu anderen Zeiten wird das Vergnuegen vom Strassenverkehr erheblich gestoert. Vielleicht sollten die Stadtoberen doch einmal ernsthaft darueber nachdenken, wenigstens einige Altstadtstrassen dauerhaft fuer Autos und Mopeds zu sperren, um das Viertel mit seinen vielen Geschaeften und kleinen Restaurants noch attraktiver zu machen.
Viele Gruesse
Cathrin




Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne