Núi Yên Tử – Der Berg Yên Tử

In der Naehe der kleinen Stadt Uông Bí in der Provinz Quảng Ninh im Nordosten Vietnams befindet sich, rund 125 Kilometer von Hanoi entfernt, der Berg Yên Tử, auf dessen Gipfel sich in einer Hoehe von 1.068 Metern ueber dem Meeresspiegel die Chùa Đồng (Đồng-Pagode) befindet. Yên Tử ist seit Jahrhunderten ein buddhistisches Zentrum Vietnams.

Der dritte Koenig der Trần Dynastie (1225-1400), Trần Nhân Tông (1258-1308) verzichtet im Jahre 1293 zugunsten seines Sohnes Trần Anh Tông (1276-1320) auf den Thron, liess sich am Yên Tử nieder und gruendete die buddhistische Sekte Trúc Lâm Yên Tử (Bambuswald-Schule). Er ordnete den Bau von Hunderten religioesen Bauten auf dem Berg an, die als Schule und spaeter fuer ein religioeses Leben dienten. Unter seinen Nachfolgern wurden 800 Pagoden, Schreine und Tuerme errichtet und Yên Tử als buddhistisches Zentrum etabliert.

Heute sind noch 11 Pagoden und Schreine sowie hunderte von Tuermen erhalten. Ein sechs Kilometer langer Pilgerweg fuehrt ueber mehrere Tausend Stufen unter dichtem Laub an einem kleinen Bach vorbei bis auf den Gipfel zur Chùa Đồng. Wenn das Wetter mitspielt, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung, bei ganz klarer Sicht bis zur Halong Bucht. Als Alternative faehrt auch eine Seilbahn bis in 450 Meter Hoehe zur Pagode Hoa Yên, so dass man nicht unbedingt den ganzen Weg zu Fuss laufen muss.

Fuer die vielen Pilger, die besonders zum Hội xuân Yên Tử (Yên Tử Fruehlingsfest), das am 10. Tag des neuen Mondjahres beginnt und bis in den Maerz hinein dauert, den Berg besteigen, ist es aber Ehrensache, den ganzen Weg zu Fuss zurueckzulegen. Ist der Gipfel des Berges in weisse Wolken gehuellt, fuehlt man sich nach dem Aufstieg wie am Tor des Himmels.

Viele Gruesse
Cathrin

Cathrin’s Blog: Zwischen Traditionen und Moderne

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